Loge de Guyon-Syndrom

Beim Loge de Guyon-Syndrom handelt es sich um eine Einengung des Ellennervs in der sogenannten Guyonschen Loge. Diese beschreibt einen Engpass im unterarmnahen Teil des Kleinfingerballens. 

Namensgeber dieser Erkrankung war Felix Guyon ein französischer Chirurg und Urologe (1831 – 1920). 

Die Ursachen hierfür sind teilweise noch unklar. Die Einengung kann durch einen scharfrandigen Sehnenbogen oder – wie beim Sulkus ulnaris-Syndrom – durch Raumforderung, Überbeine oder Ähnliches hervorgerufen werden.

Das Syndrom äußert sich durch eine teilweise oder auch komplette Nervenengstelle. Diese geht einher mit oder auch ohne Gefühlsstörungen, sowie mit begleitende Schmerzen in der Handwurzel und einer Muskelschwäche der Hand.

Die Behandlung

Wenn eine konservative Therapie keinen Erfolg verspricht, muss die Nerveneinengung auch hier operativ gelöst werden.

Der Handchirurg erweitert den Engpass und entfernt eventuell auch störendes Gewebe. Der Schnitt erfolgt im Inneren der Hand, im Bereich des Handgelenks, auf Höhe des kleinen Fingers.

Nach einer ca. einwöchigen Ruhigstellung kann die Hand wieder bewegt und belastet werden.