Karpaltunnel-Syndrom

Die Einklemmung des Mittelhandnervs im Handgelenkskanal  kann zu quälenden Schmerzen, Taubheit und Einschlafen meist des Daumens, Zeige- und Mittelfingers führen. Ungeschicklichkeit bei präzisen Arbeiten sind die Folge.

Der so genannte Karpaltunnel wird durch die knöcherne Rinne der Handwurzelknochen sowie das quere Handband geformt. 

Die Behandlung

Messungen geben Auskunft über den Schweregrad der Krankheit. In leichten Fällen können zunächst abschwellende Medikamente, das Anlegen einer speziellen Schiene und Ähnliches für Linderung sorgen.

Bei längeren Krankheitserscheinungen bzw. schlechteren nervenärztlich erhobenen Messwerten kann lediglich ein operativer Eingriff zu neuem Fingerspitzengefühl verhelfen. Die Operation ist in geübter Hand ein Standardeingriff.

Je nach Indikation wird dieser offen oder endoskopisch durchgeführt. Beim klassischen offenen Verfahren, in lokaler oder allgemeiner Betäubung, wird das querverlaufende Handgelenksband über dem Karpaltunnel gespalten.

So kann es den Nerv nicht mehr in seiner Funktion einengen. Danach wird ein fester Verband angelegt. Die Finger sollten sofort bewegt werden - das Handgelenk jedoch erst nach ca. 5 bis 10 Tagen.

Bei der endoskopischen Operation wird der Eingriff über Spiegelungs-instrumente durch einen sehr kleinen Schnitt am Handgelenk durchgeführt.

Der Vorteil des endoskopischen Verfahrens ist, dass die spätere Narbe fast unsichtbar in der Handgelenksbeugefalte liegt. Beim endoskopischen Vorgehen kann mit einer etwas kürzeren Dauer der Arbeitsunfähigkeit gerechnet werden.

Die Wahl des individuell richtigen Verfahrens ist jedoch immer abhängig von den jeweiligen Voraussetzungen.

Wir empfehlen Ihnen zur weiteren Information die Karpaltunnelsyndrom Patienteninformation (Leitlinie der Deutschen Gesellschaften für Handchirurgie, Neurochirurgie, Neurologie und Orthopädie).